Markt

Da wir kein Technologieunternehmen sind, erscheint eine Marktanalyse der Hersteller und Anbieter im deutschen und internationalen Bereich hier nicht zielführend. Vielmehr scheinen für uns die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Branche von Relevanz. Nach einer kurzen Beschreibung der erneuerbaren Energien gehen wir hierauf ein.

Deutschland hat endlich unendlich viel Energie

Ein Großteil der Deutschen befürwortet die erneuerbaren Energien. Die entgegengebrachte Sympathie allein reicht jedoch für einen umweltfreundlichen Energieausbau nicht aus. Um die Dimension im erforderlichen Umfang voranzutreiben bedarf es mehr. Neben der umfassenden medialen Aufklärung (Versorgungssicherheit, Klimaschutz, politische Auseinandersetzung, Wissenstransfer, Vertrauensbildung etc.) sehen wir die Wirtschaftlichkeit von erneuerbaren Energie-Konzepten als den wesentlichen Motor zur Etablierung dieser unendlich vorhandenen Energie.

Hierbei muss definiert werden, für wen diese Wirtschaftlichkeit gelten muss. In einer globalen Welt ist in Deutschland nicht mehr die Ertragskraft deutscher Unternehmen aus dem Bereich erneuerbare Energien für die weitere Etablierung dieser Energietechnologien maßgebend. Vielmehr rücken die Kosten für die Erzeugung umweltfreundlicher Energie in den Vordergrund. Sofern für den Anbieter von umweltfreundlicher Energie ein Preis wirtschaftlich machbar ist, der in der Nähe des allgemeinen Strompreises liegt, wird die Etablierung solcher Erneuerbaren Energiekonzepte überproportional wachsen, weil es sich ggf. auch ohne Subventionen rechnet.

Investoren werden so sicherer investieren können, da die entsprechenden Investments bald im Bereich von Marktpreisen agieren können und somit die Abhängigkeit von Fördermitteln und Länderrisiken sukzessive abnimmt. Die ENERGIEWELT Aktiengesellschaft will diesen Wandel durch wirtschaftliche Geschäftsmodelle für Investoren und Aktionäre beschleunigen und unterstützen.

Die Photovoltaik hat sich als Investitionsobjekt zu einer eigenen Assetklasse entwickelt. Die durch ausgereifte Technik und staatlich garantierte Einspeisevergütungen nach dem Erneuerbaren Energien Gesetz EEG. Da non-recourse Darlehen bei ca. 20-25% Eigenkapital weit unter 7% Zinsen zu erhalten sind, profitieren Investitionen insbesondere von einem Zinshebeleffekt. Die Eigenkapitalrendite nach IRR ist auch nach den beabsichtigten politischen Änderungen in 2012 attraktiv. Dieses insbesondere in Relation zur Sicherheit eines staatlich garantierten Abnahmepreises und bonitätsstarken Abnehmern.

Das Erreichen der Netzparität ist in den sonnigsten Regionen Deutschlands bereits erreicht, da die Anlagenpreise durch erhebliche Produktivitätsfortschritte und den Preiskampf kontinuierlich fallen.

Sofern Endverbraucher/die Wirtschaft ihren Strom günstiger selbst produzieren können, als diesen zu kaufen, wird sich ein selbst tragendes Wachstum von Stromproduktionsanlagen aus erneuerbaren Energien ergeben. Der Markt für preiswerte Speichertechnologien für elektrische Energie entwickelt sich mit hoher Geschwindigkeit. Dennoch wird die Rentabilität von PV-Anlagen weiter stark vom Preis und der Entwicklung der Finanzierungszinsen abhängen, zu dem die Betreiber ihren überschüssigen Strom verkaufen können. Aus diesem Grund wird erwartet, dass die Höhe der Subventionen durch das EEG mittelfristig den Zubau von PV-Anlagen in Deutschland nicht mehr wesentlich bestimmen wird.

Bereits heute lässt sich durch dezentral produzierte Energie in oder auf Gebäuden, vollständige Energieautonomie dieser Gebäude herstellen. Selbst „Energie (+) Gebäude“, die mehr produzieren als verbrauchen, sind inzwischen technisch realisierbar und haben als „green buildings“ inzwischen viele große Finanzinvestoren angezogen. Wir sind davon überzeugt, dass solchen Gebäuden wirtschaftlich die Zukunft gehört und Investitionen in die sinnvolle Nutzung erneuerbarer Energien für den Investor bei steigenden Preisen fossiler Brennstoffe immer rentabler werden.

Selbst sinkende Einspeisevergütungen für Solarstrom können solchen Investitionen nicht schaden, denn durch Eigenstromverbrauch kann das Gebäude völlig unabhängig von jeglichem Netzanschluss den Vorteil des eigenen Stroms nutzen. Wegen massiv gesunkener Gestehungskosten der Photovoltaik besteht ohnehin bereits jetzt Netzparität, dies bedeutet, der Einspeisetarif unterschreitet bereits in diesem Jahr den eigenen Strompreis bei Bezug von Strom vom Energieversorger.

Die Politik

reagiert durch die immer höhere Stromproduktion der neu angeschlossenen Photovoltaikanlagen mit entsprechender Senkung der Einspeisevergütungen. Der Preisverfall bei den Herstellern führt dazu, dass die Gesamtkosten einer Photovoltaikanlage trotz sinkender Einspeisevergütungen für einen Investor in vielen Fällen immer noch attraktiv sind. Der Investor unterliegt demnach nicht der Problematik der nicht gedeckten Kosten vieler Modulhersteller. Der „politische Fahrplan“ der Reduzierung der Einspeisevergütung bestimmt derzeit die Marktbereinigung bei den Modulherstellern. Viele Modulhersteller haben in der Vergangenheit mangels angepasster Strategie oder zu geringer Effizienz in der Fertigung den Anschluss an den Weltmarkt verpasst. Generell „billige“ chinesische Hersteller haben mittlerweile in der Qualitätsfrage stark aufgeholt bzw. mit den Marktführern gleichgezogen. Sie sind zu preiswerten Anbietern geworden, die auch ihre bankability bewiesen haben. Da wir direkt oder indirekt in Solaranlagen investieren, hat sich unter der Prämisse der Einhaltung unserer Investitionskriterien der Markt nicht negativ verändert. Vielerorts können in der Folge der Überkapazitäten bei den Herstellern beim Kauf attraktive Preise erzielt werden.

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